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Khanh Nguyen

Quintooo, Düsseldorf | Wurzeln in Vietnam

Ich bin 1980 in Saigon geboren. Als kleiner Junge bin ich mit meinen Eltern nach Deutschland gekommen.

Mein Vater war seit Ende des Vietnamkriegs in einem Gefangenlager. Nachdem er freigekommen war, musste er aus Vietnam fliehen. Mit dem 1979 vom Hilfskomitee „Ein Schiff für Vietnam“ gecharterten Frachter Cap Anamur machten wir dann also die Seereise nach Deutschland. Aber daran kann ich mich natürlich nicht mehr erinnern. Ich war damals noch zu klein.

Zuerst haben wir in der Nähe von Koblenz in einer Asylunterkunft gewohnt, aber meine Erinnerung fängt erst später in Düsseldorf an.

2008, ich war 28 Jahre alt, habe ich mein erstes Restaurant eröffnet: Das Khanh´s Lily in Bilk. Seitdem sind 9 Restaurants hinzugekommen, z.B. das Scaramangas, das Suzie Q und das Banh Boyo auf der Grafenberger Allee.

Einige Lokale wie das Cho in Derendorf und auch das Khanh´s Lily habe ich aber verkauft.

Ich habe meine Jugend in Garath verbracht, da bin ich aufgewachsen. Dort hatte ich manchmal große Probleme mit Rassismus. „Schlitzauge“ wurde mir manchmal hinterhergerufen und dabei ist es nicht geblieben.

Wenn die Leute keine Argumente mehr haben, meinen Sie Ausländer beleidigen zu müssen. Letztens wurde ich, weil ich jemanden etwas zugeparkt hatte, Reisfresser genannt.

Ich bleibe in solchen Situationen gelassen, das ist nicht mein Niveau. Ich kann damit umgehen, denn das kenne ich ja schon mein ganzes Leben lang. In Deutschland fühle ich mich wohl und sicher. Vietnam ist für mich nur ein Urlaubsland.

www.quintooo.de

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